Wenn am 31. Oktober viele Türen für Geister, Totenköpfe und Schrecken geöffnet werden, haben wir als Christen einen ganz anderen Grund zum Feiern: den Reformationstag! Vor über 500 Jahren hat Martin Luther am 31. Oktober 1517 mit seinen 95 Thesen die Bibel wieder ins Zentrum gerückt. Für uns bedeutet dieser Tag nicht die Beschäftigung mit Angst, Tod oder Dunkelheit, sondern die Erinnerung an Gottes Liebe, Befreiung und Licht!
2. Timotheus 1,7:
„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
2. Freiheit des Glaubens statt Werkgerechtigkeit und Aberglaube
Ein zentrales Motiv der Reformation ist die Freiheit eines Christenmenschen. Wir müssen und können uns Gottes Liebe nicht durch „gute Werke“, Geld oder Vorleistungen verdienen; sie wird uns im Glauben geschenkt (Sola Fide – allein durch den Glauben).
Der Brauch des „Süßes oder Saures“ (Trick or Treat) bei Halloween geht historisch auf die Vorstellung zurück, Geister oder böse Mächte durch Gaben milde zu stimmen. Aus evangelischer Sicht braucht der Mensch keine magischen Rituale, keine Masken zur Verstellung und keine Opfer, um vor bösen Mächten sicher zu sein. Christus hat die Mächte der Finsternis bereits besiegt.
Galater 5,1:
„Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“
Römer 1,17:
„Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche aus dem Glauben kommt und zum Glauben führt; wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus dem Glauben leben.“
3. Hoffnung und Auferstehung statt Kult des Todes
Halloween fasziniert viele Menschen durch Motive des Todes, des Zerfalls und des Unheimlichen. Für den christlichen Glauben ist der Tod zwar eine Realität, aber er hat nicht das letzte Wort. Durch die Auferstehung Jesu Christi ist der Tod besiegt.
Am Reformationstag feiern wir diese Osterhoffnung: Wir blicken nicht fasziniert oder fürchtend auf den Tod, sondern auf die Verheißung des ewigen Lebens.
1. Korinther 15,55–57:
„Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde […]. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“
4. Das Wort Gottes als Ausrichtung (Sola Scriptura)
Martin Luther stellte die Bibel als alleinige Richtschnur (Sola Scriptura) über menschliche Traditionen und kirchliche Lehramtsentscheidungen. Der Reformationstag lädt dazu ein, das eigene Leben und den Glauben immer wieder neu am Wort Gottes auszurichten.
Ein Fest wie Halloween basiert im Wesentlichen auf kommerziellen Trends sowie einer Mischung aus alten Brauchtümern ohne geistliches Fundament. Evangelische Christen feiern am 31. Oktober lieber die Entdeckung der Heiligen Schrift als lebendiger Quelle der Freude.
Psalm 119,105:
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“
Fazit
Der Reformationstag ist aus evangelischer Sicht kein Fest gegen etwas, sondern ein Fest für etwas: für die Freiheit, für das Licht und für das Vertrauen in Gottes Zusage. Anstatt eine Kultur der Angst und der Vergänglichkeit zu inszenieren, erinnert der 31. Oktober daran, dass wir ohne Angst vor Gott und den Menschen leben dürfen – getragen von der Zusage der Bibel: „Das Gute überwindet das Böse.“
